Für lokale Unternehmen ist Google Maps oft wichtiger als die Website selbst. Menschen suchen „Friseur in der Nähe“, „Steuerberater Zenica“ oder „Restaurant jetzt geöffnet“ und wählen zwischen den ersten Ergebnissen auf der Karte — mit Bewertungen, Fotos und Öffnungszeiten. Dieser Eintrag stammt aus Ihrem Google-Unternehmensprofil (früher Google My Business).
Was ein Google-Unternehmensprofil ist
Ein kostenloses Profil Ihres Unternehmens in der Google-Suche und auf Google Maps: Name, Kategorie, Adresse oder Einzugsgebiet, Telefon, Website, Öffnungszeiten, Fotos, Leistungen und Kundenbewertungen. Sie verwalten die Angaben, Google zeigt sie an, wenn Ihr Unternehmen für eine Suche relevant ist.
Profil Schritt für Schritt erstellen
- Melden Sie sich mit einem Google-Konto des Unternehmens an (nicht mit dem privaten Konto eines Mitarbeiters, der gehen könnte) und öffnen Sie business.google.com/create.
- Geben Sie den genauen Firmennamen ein — so, wie das Unternehmen wirklich heißt, ohne zusätzliche Suchbegriffe oder Städte.
- Wählen Sie die Hauptkategorie so genau wie möglich (z. B. „Zahnarzt“ statt nur „Gesundheit“). Weitere Kategorien können Sie später ergänzen.
- Standort oder Einzugsgebiet. Empfangen Sie Kunden vor Ort, geben Sie die Adresse ein. Fahren Sie zu Kunden oder arbeiten online, nennen Sie die Orte oder das Gebiet, das Sie abdecken, und blenden die Adresse aus.
- Kontaktdaten — Telefon und Website-Adresse.
- Bestätigung — der Nachweis, dass Ihnen das Unternehmen wirklich gehört (mehr dazu unten).
Bestätigung: wie Google prüft, dass Sie der Inhaber sind
Google legt fest, welche Methoden für Ihr Profil verfügbar sind — Sie können sie nicht wählen. Am häufigsten sind:
- Telefon oder SMS — ein Code geht an die Geschäftsnummer (automatische Telefonanlagen können ihn nicht empfangen);
- E-Mail — an eine Adresse, auf die Sie Zugriff haben;
- Video — eine Aufnahme oder ein Videoanruf, in dem Sie den Standort zeigen (Außenschild, Straße oder Nachbargeschäfte), Ausstattung oder Geschäftsmaterialien und einen Nachweis, dass Sie das Unternehmen führen (z. B. die Räume mit Ihren Schlüsseln öffnen, Bereiche nur für Mitarbeiter, nicht sensible Geschäftsunterlagen);
- Postkarte — mit einem fünfstelligen Code; sie kommt meist innerhalb von 14 Tagen, der Code ist 30 Tage gültig.
Laut Google-Hilfe dauert die Prüfung der Angaben meist bis zu fünf Werktage. Ändern Sie währenddessen weder Namen, Adresse noch Kategorie und fordern Sie keinen neuen Code an — das bricht den Vorgang ab. Die Bestätigung kann auch sofort erfolgen, wenn Ihre Unternehmenswebsite bereits in der Google Search Console bestätigt ist.
Vorsicht
Google fragt Sie nie nach Ihrem Bestätigungscode. Geben Sie ihn niemandem weiter — auch nicht Personen, die anrufen und „Hilfe“ beim Profil anbieten.
Wie Google entscheidet, welche Unternehmen erscheinen
Google nennt drei Hauptfaktoren für lokale Ergebnisse:
- Relevanz — wie gut das Profil zur Suchanfrage passt. Deshalb sind eine genaue Kategorie, Beschreibung und Leistungen wichtig.
- Entfernung — wie weit das Unternehmen vom Suchort oder dem in der Suche genannten Ort entfernt ist.
- Bekanntheit — wie bekannt das Unternehmen ist: Bewertungen und Sterne, Erwähnungen auf anderen Websites, Links und die Qualität Ihrer Website.
Die Entfernung können Sie nicht beeinflussen. Relevanz und Bekanntheit sehr wohl.
So füllen Sie das Profil aus, damit es Kunden bringt
- Alles ausfüllen: Öffnungszeiten (auch an Feiertagen), Leistungen mit kurzen Beschreibungen, Unternehmensbeschreibung und Merkmale (Parkplatz, rollstuhlgerecht, Kartenzahlung).
- Echte Fotos: außen (damit man Sie erkennt), innen, das Team und Ihre Arbeit. Keine Stockfotos.
- Beiträge: gelegentliche Neuigkeiten, Angebote und Veranstaltungen zeigen, dass das Unternehmen aktiv ist.
- Fragen und Antworten: Beantworten Sie häufige Fragen, bevor jemand anderes sie für Sie „beantwortet“.
- Website: Verlinken Sie eine Website mit denselben Angaben, die klar sagt, was Sie tun und wo.
Bewertungen: das stärkste lokale Signal
Bewertungen beeinflussen sowohl das Ranking als auch die Entscheidung der Kunden. So erhalten Sie sie auf ehrliche Weise:
- Bitten Sie zufriedene Kunden persönlich, direkt nach gut erledigter Arbeit — senden Sie ihnen den direkten Bewertungslink aus Ihrem Profil.
- Antworten Sie auf jede Bewertung, positiv wie negativ — ruhig, konkret und ohne Streit.
- Kaufen Sie nie Bewertungen, schreiben Sie sie nicht selbst und bieten Sie keine Rabatte für Sterne an. Das verstößt gegen die Google-Richtlinien und kann zur Entfernung von Bewertungen oder zur Sperrung des Profils führen.
Einheitliche Angaben im Netz (NAP)
Name, Adresse und Telefon (englisch Name, Address, Phone) sollten im Google-Profil, auf der Website, bei Facebook, in Branchenverzeichnissen und überall sonst identisch sein. Unterschiedliche Schreibweisen der Adresse oder eine alte Telefonnummer verwirren Google und Kunden. Auf der Website hilft es außerdem, strukturierte Daten (Schema.org LocalBusiness) mit denselben Angaben zu hinterlegen.
Fehler, die zur Sperrung des Profils führen können
- Suchbegriffe im Firmennamen („Firma X — bester günstiger Friseur Zenica“).
- Virtuelles Büro, Postfach oder eine Adresse, an der das Unternehmen nicht tatsächlich tätig ist.
- Mehrere Profile für dasselbe Unternehmen am selben Standort.
- Gefälschte Bewertungen oder Bewertungen gegen Belohnung.
- Häufige Änderungen der Grunddaten ohne Grund.
Profil und Website wirken zusammen
Das Google-Profil bringt die Menschen, die Website überzeugt sie. Wer Sie auf der Karte findet, klickt fast immer auch auf die Website — um Leistungen, Preise oder Ihr Auftreten zu sehen. Deshalb sollte die Website auf dem Smartphone schnell sein, dieselben Angaben wie das Profil enthalten und eine klare Handlungsaufforderung haben. Mehr dazu unter Webdesign aus Zenica.
Quelle zu Bestätigung und Ranking: Google Unternehmensprofil — Hilfe.
Engimotive · Veröffentlicht 27. Oktober 2026